shutterstock 59787970
  • MASSBNAHMEN ZUR HITZEPRÄVENTION

    WIE SETZT MAN KÜHLUNG RICHTIG EIN?

    Die klimatischen Bedingungen lassen sich in der Regel leider nicht grundlegend ändern. Zudem verstärkt der Klimawandel den Hitzestress, da die Durchschnittstemperatur und die Zahl der Tage mit extremen Temperaturen zunimmt. Immer öfter finden Arbeiten mit hoher Hitzebelastung statt.


    Die Empfehlungen die Arbeitszeit auf kühlere Tageszeiten zu verlegen scheitern oft genauso wie Hinweise alle 15 min. 150-300 ml Wasser zu trinken, da der Körper auf einmal mehr nicht aufnehmen kann. In der Praxis sind diese Vorschläge meist nicht umsetzbar. Die Lärmschutzverordnung verbietet es z.B. vor 7 Uhr morgens oder 19.00 abends zu arbeiten, d.h. mit Lärm verbundene Arbeiten wie auf Baustellen zu tätigen. In den Abendstunden ist es meist noch ähnlich heiß wie nachmittags. Daher bringen diese Vorschläge keine Erleichterung.

    Deshalb ist die entscheidende Frage: Wie können die Körperparameter verbessert werden und lassen sich dadurch temperaturbedingte Gesundheitsprobleme, Konzentrationsstörungen, Erschöpfungszustände und Leistungseinbußen verringern?

    Kühlung? Ein ganz natürliches Bedürfnis!

    Kühlung entspricht einem ganz natürlichen Bedürfnis des Menschen. Wenn die natürliche Wärmeabgabe bei hohen Umgebungstemperaturen schlechter funktioniert  und im schlechtesten Fall bei der Kombination von hoher Umgebungstemperatur mit hoher Luftfeuchtigkeit fast gar nicht mehr effizient ist, wird es Zeit zu handeln.

    Zeit für externe Kühlmaßnahmen!

    Eigentlich haben wir das alles längst gewusst und machen unbewusst bereits vieles richtig. Einige Beispiele für das Anwenden von Maßnahmen zur Kühlung, die Menschen ganz natürlich und selbstverständlich in unterschiedlichen Kontexten praktizieren:

    • im Alltag, wenn bei heißen sommerlichen Temperaturen die abendliche kühle Dusche für angenehme Abkühlung sorgt, oder im Auto die Klimaanlage für eine geringere Innen- als Außentemperatur sorgt – übrigens mit nachgewiesener Positivwirkung auf die Konzentrationsfähigkeit; 
    • im Sommerurlaub, wenn sich zwischen dem Sonnenbaden im Pool, See oder Meer erfrischt wird und Schatten aufgesucht wird
    • beim Sport, wenn sich an Versorgungsständen bei Ausdauerwettbewerben das Wasser über Kopf und Körper gegossen – und getrunken wird

    Warum machen wir das?

    Weil es immer darum geht, die Temperatur konstant im Normbereich von ca. 37° C zu halten. Weil nur dann der Mensch optimal leistungsfähig ist, vermeiden wir es in der Regel Ausrutscher nach oben oder unten zuzulassen.

    Übermäßige Erwärmung aber auch extremes Abkühlen über längere Zeit sind leistungsmindernd und wirken sich negativ auf das körperliche Wohlbefinden aus.

    Das kennen wir alle. Bei winterlichen Bedingungen, wenn die Körpertemperatur abzusinken droht und dies ggf. durch kalten Wind zusätzlich forciert wird, ziehen wir uns warm an oder suchen einen warmen Platz (warmes Bad, Kamin etc.). Wir bewegen uns, damit es uns warm wird. Die Muskelarbeit - wie bereits beschrieben - wärmt uns auf. Auf jeden Fall ziehen wir etwas an, damit wir nicht frieren. Bei Temperaturen von unter 20°C brauchen die meisten Menschen eine Jacke. Bei unter 5°C muß es meist schon eine Steppjacke oder Winterjacke sein. Von Minusgraden ganz zu schweigen. ABER: Was ziehen wir an, wenn wir schwitzen?

     

    INNOVATIVE FUNKTIONSKLEIDUNG

     

    Hitzefrei am Arbeitsplatz? Das hätten sich im Sommer einige Arbeitnehmer gewünscht.  Denn optimale klimatische Bedingungen stehen in einem engem Zusammenhang zu Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit von Beschäftigten. Deutlich erhöhte Temperaturen spiegeln sich in der Regel in einer

     

    geringeren Leistungsfähigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit wider und können zu einer Gefährdung von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten führen.

     

    Dies wirkt sich nicht nur auf die Beschäftigten selbst, sondern durch eine geringere Arbeitsproduktivität auch auf die Umsätze und die performance der betroffenen Arbeitgeber aus. Laut einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW)  könnte allein die durch den Klimawandel zusätzliche Anzahl extrem heißer Tage dem deutschen Bruttosozialprodukt in Zukunft einen spürbaren Dämpfer verpassen – woraus sich natürlich Rückschlüsse auf die bereits heute in Unternehmen herrschenden Temperaturen ziehen lassen. 12 % weniger Produktivität Jeder Hitzetag kostet die Volkswirtschaft Geld: Um bis zu 12 % nimmt die Arbeitsproduktivität – konservativ bewertet – an Hitzetagen ab. Der Effekt sorgt bereits jetzt für einen volkswirtschaftlichen Schaden von 2,4 Mrd. Euro,  so die Autoren der IfW-Studie. Schon heute werden jährlich knapp 25.000 Menschen aufgrund hitzebedingter Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert. Hier erwarten die Autoren der Studie künftig rund 150.000 Fälle pro Jahr.

     

     

     

    Nicht berücksichtigt wird dabei die allgemeine gesundheitliche Belastung, die an Hitzetagen in nicht klimatisierten Räumen (Speditionen, Lager, Bauarbeiter, Straßenarbeiter, etc.) herrscht. Ein weiteres Augenmerk gilt der Arbeit an Hitzearbeitsplätzen wie Stahlwerken, Gießereien, Bergwerken, Feuerwehren, etc. In diesen wie auch in weiteren Fällen kommt neben der Hitzebelastung der Einsatz zusätzlich isolierender Schutzkleidung hinzu. Gerade hier werden Körpertemperatur und Herzfrequenz der Betroffenen durch die Hitzebelastung überproportional erhöht. Der Energieaufwand für die Thermoregulation der Körpertemperatur liegt bei über 90%. Dies und der große Flüssigkeitsverlust führt zu einer deutlichen Leistungsminderung. 25% der Unfälle bei Feuerwehrleuten in den USA werden durch Hitzestress verursacht.

     

     

     

    Umweltverträglich und zugleich physiologisch

     

    Der Einsatz von Klimaanlagen ist eine eher kritisch zu betrachtende Alternative, die aufgrund eines höheren Kraftstoffverbrauchs im Fahrzeug bzw. eines enormen Stromverbrauchs in Gebäuden den CO2-Ausstoß und damit den Klimawandel und die Zahl der Hitzetage weiter ankurbeln. Eine Ausweitung von Klimaanlagen scheidet daher als sinnvolle Lösung des Hitzeproblems aus ökologischer Sicht aus. Zudem ist der Einsatz von Klimaanlagen in den meisten beschriebenen Fällen nicht möglich oder nicht bezahlbar.

     

    Eine umweltverträgliche und zugleich physiologische Lösung stellt das Kühlsystem E.COOLINE dar. Dieses innovative Produkt ist in der Lage, den Körper des Menschen auf einfache und physiologische Art und Weise je nach Temperatur über Stunden zu klimatisieren. Aufgrund des physikalischen Wirkprinzips der Verdunstungskälte stellt sich automatisch eine optimale Kühlwirkung ein. Die Thermoman-Studie des nationalen Forschungsinstituts Empa – Materials Science and Technology in St. Gallen, Schweiz, hat die Kühlwirkung bestätigt. Die mit E.COOLINE geschützten Stellen (Produkt: ärmellose Weste) des Körpers wiesen einen geringeren Temperaturanstieg auf als die Bereiche, die nicht mit dem neuen Hightech-Vlies geschützt waren. Die Temperaturverhältnisse auf der „Thermoman“ Oberfäche (Haut) lagen bei einer Strahlungsleistung von 5kW/m2 um durchschnittlich 3,4 °C niedriger als ohne Kühlweste. Bei einer Strahlungsleistung von 10 kW/m2 betrug der Unterschied sogar 6,6°C.

     

     

     

    Beim Versuchsaufbau war der „Thermoman“ mit einem T-Shirt sowie entsprechender Feuerwehrschutzkleidung bekleidet, die zusätzlich Wärme isolierend wirkte, wie dies auch bei vorgeschriebener Schutzkleidung an Hitzearbeitsplätzen der Fall sein kann.

     

    IN STUDIEN BEWIESEN

    Eine im Labor durchgeführte invitro- Thermokinetik-Studie des COOLINE-Hightech-Materials ergab bei 24°C eine Temperaturreduktion auf der Oberfläche um 6°C auf 18°C. Bei einer Außentemperatur von 30°C lag die Temperatur auf der Kühlweste bei kühlen 16°C und dies über 40 Stunden.

     

    TECHNOLOGIE AUS DER PHYSIK

    Infrarot-Messungen mit einer Wärmebildkamera kennt man aus der Thermografie von Gebäuden um Bereiche mit energetisch ungünstigem Wärmeverlust zu entdecken. Diese Technologie  kann man auch bei der Arbeit nutzen.

    Das Beispiel einer Hitzestressmessung (H.E.A.T.) bei einem weltweit agierenden Glaskonzern macht die Auswirkungen von Hitze z.B. bei Arbeiten in der Nähe eines Schmelzofens mit und ohne Kühltextilien deutlich. Die Temperatur im Außenbereich lag im Mittel bei 43°C und 40% rel. Luftfeuchtigkeit. Die Strahlung des Ofens betrug 304°C. Aufgrund der Kühlung mit E.COOLINE Kühlweste konnte diese enorme Hitzebelastung deutlich auf einen physiologischen Wert von 29°C (29,3°C) reduziert werden (Abb. 1). Ohne Kühlung stieg der Wert auf fast 36°C (35,9°C).

     

    Schnell kühl über Stunden

     

    E.COOLINE steht für eine innovative Kühlfunktionsbekleidung, die das Kühlsystem des Körpers imitiert und verstärkt. Wie bei der Schweißbildung des Körpers, bei der die entstehende Verdunstungskälte den Körper kühlt, beruht der Mechanismus von E.COOLINE auf der natürlichen Verdunstung von Wasser. Das Hightech-Vlies ist in der Lage ein Vielfaches des Eigengewichtes an Wasser fest zu binden, so dass die umgebende Kleidung trocken bleibt. Das Wasser entweicht nur wieder durch Verdunstung, nicht durch mechanischen Druck. Bei dieser Verdunstung entsteht Verdunstungskälte, die den Körper kühlt. Bei höheren Temperaturen stärker, bei weniger hohen Temperaturen weniger stark.

    Dadurch entsteht immer ein optimales Kühlergebnis. Die Kühlwirkung hält je nach Temperatur über Stunden bis zu Tagen an und ist daher für viele Arbeits- und Einsatzsituationen geeignet.

    COOLINE kann je nach Einsatz in Sekunden manuell aktiviert und nach Trocknung des Oberstoffes verwendet werden oder in größeren Unternehmen mit dem Aktivierungsschrank COOLBOXX kombiniert werden, der die Aktivierung mit Wasser vollautomatisch vornimmt. Da dabei nur ein sehr geringer Stromverbrauch pro Weste benötigt wird, ist auch dies eine umweltverträgliche Möglichkeit, die gerade in größeren Unternehmen zum Einsatz gebracht werden kann. Die kühlende Funktionsbekleidung ist waschbar und bei sorgfältiger Behandlung lange haltbar.

     

    Demografie fordert Kühlung

     

    Der demografische Wandel stellt die Personalpolitik von Unternehmen vor neue Herausforderungen. Durch den Mangel an jungen Fachkräften müssen immer mehr ältere Arbeitskräfte immer länger arbeiten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und die zukünftige Produktivität im Unternehmen zu gewährleisten, müssen deshalb die Arbeitskräfte möglichst lange gesund bleiben.

     

    Gerade Hitzearbeitsplätze sind besonders betroffen, da neben der körperlichen Arbeit der Hitzefaktor hinzukommt und Herz-/Kreislauf sowie Stoffwechsel deutlich stärker beansprucht werden. Daraus folgen steigende Ausfallzeiten und Frühverrentung. Die Entlastung mit Kühltextilien wie E.COOLINE kann hier ein echter Wettbewerbsvorteil für Unternehmen der Zukunft sein.

     

    Bereits in vielen namhaften Unternehmen werden daher Kühlwesten und weitere Kühlprodukte eingesetzt. Gerade bei WBGT* Werten, die deutlich über den durch die Arbeitsschutzgesetzgebung vorgegebenen Richtwerten liegen, können durch Hitzestressmessungen entsprechend gefährdete Arbeitsplätze eruiert werden. Durch den Einsatz von Wärmebildkameras kann dann die Wirksamkeit der Produkte vor Ort bestimmt werden.

     

Auch interessant

MAske neu 2
Zum Artikel
15. July 2020 
Sabine MaskeSEite
Zum Artikel
14. July 2020 
Kuehlwesten 1900 x 600px
Zum Artikel
20. August 2019 

Diese Website nutzt Cookies. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Datenschutz

Akzeptieren