Was macht Hitze mit dem Körper?

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WAS MACHEN HOHE TEMPERATUREN MIT UNSEREM KÖRPER?

  • Verheizen wir uns? Im Süden haben es eigentlich alle schon immer gewusst! „Siesta“, von 12 – 16 Uhr. Oder kennen Sie jemanden, der körperliche Anstrengung bei einer Hitze von über 30 Grad Celsius besonders „cool“ findet?

    Warum? Über 70 Prozent der menschlichen Wärmeproduktion werden bei Bewegung im Muskel entwickelt. Je länger und je intensiver dieser bewegt wird, desto mehr überschüssige Wärme wird produziert. Hinzu kommen weitere Prozesse im Körper und dann natürlich hohe Temperaturen von außen mit Sonneneinwirkung, etc. Diese Temperaturen muss der Körper erst einmal aufnehmen, verarbeiten und an die Umgebung abgeben können, damit es nicht zu einem Wärme- bzw. Temperaturanstieg im Körper kommt. Wenn der Organismus dann richtig „heiß“ läuft, kann die so entstandene Wärme oft nicht mehr vollständig durch Schwitzen ausgeglichen werden. Dann steigt die Gefahr von Hitzekrämpfen und eines Hitzschlags.

    Aber auch bestimmte Erkrankungen oder deren Symptome verschlimmern sich oder tragen zum Hitzeproblem bei. Um sich vor Überhitzung zu schützen, reduziert der Körper daher ab einem bestimmten Zeitpunkt seine Leistung. Der kritische Wert liegt bei einer Körperkerntemperatur von etwa 38,5 Grad Celsius. Das Thermoregulationssystem des Menschen kann höhere Temperaturunterschiede ausgleichen.

    Allerdings geht dies nur mit einer hohen Herzfrequenz und der Veränderung weiterer leistungsabhängiger Körperparameter. Deshalb fühlt man sich bei Hitze spätestens ab der 2. Tageshälfte oder am Abend schlapp und erschöpft. Der Mensch verfügt über vier unterschiedliche Mechanismen, die innere Körperwärme an die Umgebung abzugeben:

    Konduktion – Konvektion – Radiation – Evaporation

    • Bei direktem Kontakt zwischen der Haut und einem Material (flüssig oder fest) kommt es zur Wärmeleitung, der Konduktion.
    • Unter der Wärmekonvektion (Wärmeströmung) versteht man den Transport von Wärmeenergie. Dieser findet in der dünnen Luftschicht über der Haut statt.
    • Von der Haut geht eine langwellige Infrarotstrahlung aus. Eine Wärmeabgabe durch Radiation erfolgt dann, wenn der Körper weniger Strahlung aufnimmt als er abgibt. Die durch Strahlung abgegebene Wärmemenge erhöht sich mit zunehmender Hauttemperatur.
    • Die evaporative Wärmeabgabe erfolgt durch die Verdunstung von körpereigenem Schweiß oder extern zugeführtem Wasser an der Oberfläche der Haut. Durch diese Verdunstungskälte werden die Haut und in der Folge auch der Körper gekühlt.

    Von all diesen Wärmeabgabemechanismen überwiegt bei weitem die vierte und damit letzte Möglichkeit. Diese ist außerdem am effektivsten:

    DIE SCHWEISSVERDUNSTUNG

    Über diesen Mechanismus kann die meiste Wärme abgegeben werden, da durch die Verdunstung von Schweiß auf der Haut physikalisch Verdunstungskälte entsteht und so die Körperkühlung erfolgt. Zudem hilft auch die Lunge bei diesem Prozess mit.

    Das Ziel des Körpers ist immer, dass der Körper im optimalen Temperaturbereich von 37 Grad Celsius Körperkerntemperatur bleibt – dann ist er am leistungsfähigsten, da alle Prozesse im Körper bei dieser Temperatur am besten funktionieren. Jeder weiß, dass man sich mit 38 Grad Celsius nicht mehr wirklich gut fühlt und mit 39 Grad hat man Fieber und bleibt im Bett. An 40 Grad und mehr mag man gar nicht denken. Dennoch ist auch dies bei vielen Betroffenen mit Vorerkrankungen möglich, und daher so gefährlich.

     

    WUSSTEN SIE?

    Dass es Menschen gibt, die gar nicht schwitzen können? Es gibt Personen, die haben keine oder kaum Schweißdrüsen, wie z. B. bei der Erbkrankheit Ektodermale Dysplasie. Außerdem ist bei Menschen mit einer Querschnittslähmung, die relativ weit oben erfolgte (Tetraplegiker), kein Schwitzen mehr möglich. Daher können diese Personengruppen Hitze kaum tolerieren, und ihre Körpertemperatur erreicht relativ schnell Fiebertemperaturen.

     

    Der Schwitzvorgang selbst setzt bei circa 25 Grad Celsius Hauttemperatur ein: Der Schweiß, der nicht abtropft, sondern auf der Körperoberfläche verbleibt, verdunstet. Dabei bildet sich physikalisch die sogenannte „Verdunstungskälte“. Die Verdunstung von einem Liter Schweiß entzieht dem Körper eine Wärmeenergie von ca. 500 kcal.

    Der Körper muss mit verschiedenen Prozessen reagieren und Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu stabilisieren. Ein weiteres Problem: Bei intensiven Belastungen, insbesondere bei solchen, die bei hohen Umgebungstemperaturen, mit luftdichter Kleidung oder auch noch hoher Luftfeuchtigkeit absolviert werden, reicht die körpereigene Wärmeabgabe bzw. -kühlung nicht aus, um die Körpertemperatur zu stabilisieren. Trinken allein ist ebenfalls oft nicht ausreichend. Durch ausreichendes Trinken wird zwar die Gefahr des Austrocknens verhindert, aber der Schwitzvorgang wird dadurch nicht gestoppt. Auch die Herzfrequenz bleibt hoch.

     

    WUSSTEN SIE?

    Dass auch zu hohe Flüssigkeitsmengen zu negativen Folgen, wie z. B. Ödemen, führen und muskuläre Krämpfe schon bei 21 Grad Celsius Außentemperatur entstehen können?
    Wissenschaftliche Publikationen zeigen, dass auch ein zu viel
    an Wasser gesundheitlich gefährlich sein kann.

     

    -          Das Institut für Weltwirtschaft hat errechnet: Um bis zu 12 Prozent nimmt die Arbeitsproduktivität an Hitzetagen ab.

    -          Jährlich werden knapp 25.000 Menschen aufgrund hitzebedingter Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert.

    -          25 Prozent der Unfälle bei Feuerwehrleuten in den USA werden durch Hitzestress verursacht.

    -          Hitzeschäden, wie Hitzekrämpfe, Hitzekollaps, Hitzschlag, Sonnenstich etc., treten unter den Bedingungen hoher Umgebungstemperaturen bzw. unter
    wärmeabgabebeeinträchtigenden Bedingungen (hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit) häufiger auf als bei niedrigeren Umgebungstemperaturen.

    WAS TUN?

    Es bedarf eines externen Hitzeschutzes. Dies kann man leicht durch Temperaturmessungen des Körpers sichtbar machen. Dann sind Maßnahmen zur Körperkühlung doppelt sinnvoll. Eine adäquate Kühlung kann diese hitzebedingten Negativerscheinungen reduzieren. Insbesondere werden durch das Kühlen mittels Kühlweste oder Kühlshirt die körpereigenen Wasserreserven geschont, weil das in Weste oder Shirt gespeicherte Wasser verdampft und damit einen Beitrag zur Verdunstungskälte leistet.  

    Wenn die Temperatur der Körperperipherie bzw. der Haut also durch Kühlung reduziert wird, dann erhöht sich das Temperaturgefälle und umso schneller wird die im Körperinneren bestehende Temperatur nach außen abgegeben. Bei der Kühlung, z. B. mittels Kühlweste, besteht auch nicht die Gefahr einer Unterkühlung der Haut, da Wärme aus dem Körperinneren nach außen transportiert wird. Man beachte, dass dieser Temperaturfluss auch in umgekehrter Richtung stattfinden kann und zwar dann, wenn Bedingungen vorherrschen, bei denen die Außentemperatur bzw. die Umgebungstemperatur entsprechend hoch ist.

    Wenn die Außentemperatur und die Hauttemperatur steigen, erhöht sich die Körperkerntemperatur immer weiter. Dann kann es zu gefährlicher Überhitzung und damit zu extrem ungesunden Auswirkungen kommen, wie Hitzekrämpfen, Hitzekollaps oder einem Hitzschlag mit Todesfolgen.

    Das muss nicht sein. Denn E.COOLINE Kühlbekleidung schützt vor gesundheitlichen Hitzeauswirkungen.

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