shutterstock 635101775 klimaanlage

KLIMANEUTRALE KLIMATISIERUNG

  • Der Sommer 2018 brach alle Hitzerekorde und bis 2020 sollen die Hitzetage um das Doppelte ansteigen meinen die Klimaforscher der Vereinten Nationen. Ist die Gesellschaft und sind die Gebäude in Deutschland darauf vorbereitet. Es scheint eher nicht. Es wurde in den vergangenen Jahrzehnten zu viel mit Glas gebaut, an gut durchdachten und vor allem umweltfreundlichen Klimaanlagen oder anderen Kühleinrichtungen dagegen aus Kostengründen oft gespart. Laut dem Gemeinderat und dem Baubürgermeister in Ulm soll die Stadt eher noch enger und höher werden. Das hört sich nicht nach kühler an. Wie also kommt man raus aus dem Hitze-Dilemma?

    Höherer Stromverbrauch im Sommer

    Gerade die nachträglich eingebauten, kleinen Klimageräte sind richtige Stromfresser. Doch die wenigsten Gebäudeeigentümer und Stadtveranwortlichen planen die Hitze von Anfang an mit ein. Eine umweltfreundliche Klimatisierung wird immer noch als überflüssiger Luxus angesehen. Das geht auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit des Menschen. Denn gerade dort, wo zusätzliche Kühlung am nötigsten wäre, in Schulen, Seniorenzentren oder Krankenhäusern, sind Klimaanlagen Mangelware. Für Alte und Kranke kann der Sommer im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden. Das zeigen die Studien der Charité oder des Helmholtz- Instituts die bei chronischen Lungenerkrankungen oder bei Herz-Kreislaufvorerkrankungen ein höheres Sterberisiko an Hitzetagen oder bei Hitzewellen von bis zu 43% eruiert haben.

    Im Stadtklinikum Dessau gibt es inzwischen einige wenige gekühlte Patienten-Zimmer. Allerdings nur auf der "Hotelstation" des 

    Krankenhauses. Sie hat 16 Zimmer. Der klimatisierte Luxus kostet den Patienten pro Nacht 119 Euro extra. Für alle 1.280 Patientenzimmer ist aber diese Art der Kühlung nicht finanzierbar.

    "Die Kühlung von Gebäuden ist mittlerweile schon zwischen März und November nötig", betont Prof. Dr. Uwe Franzke vom Institut für Luft- und Kältetechnik in Dresden gegenüber dem mdr. Dies variiert natürlich je nach Sonneneinstrahlung, Himmelsrichtung und Bauweise. Die Hitze kommt. Vorbereitet sind wir darauf nicht. Stadtplaner bauen zu hoch und zu dicht für kühle Luft, Pflanzen, Bäume oder Parks sind Mangelware, Politiker blenden den Sommer in der Energiedebatte eher aus und moderne Architekten entwerfen transparente Schwitzkästen und erhalten dafür Designpreise. Auch im Sommer klettert die Stromlast inzwischen auf Spitzenwerte. Im Hitzesommer 2012 wurden sogar bis zu 20 Prozent mehr Stromverbrauch als im Winter berichtet. Das feuert auch den CO2 Ausstoß und damit den Klimawandel mit noch mehr Hitzetagen weiter an. Draußen über 30 Grad, drinnen kaum kälter - so sind die Sommer inzwischen in Deutschland. 2015 brachen alle Rekorde und die BG Bau meldete deutlich mehr Hitzetote. Aber man muss nicht im Freien am Bau arbeiten. Ein Büro oder die Hausarbeit in den eigenen 4 Wänden tut es auch. Das betonen auch die Mitarbeiter im neuen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. Seit es das Haus gibt, stöhnen die Mitarbeiter über Hitze am Arbeitsplatz, wie Jutta Stadler: "Es läuft das Wasser in Strömen vom Leib."

    Klimageräte und Klimaanlagen sind echte Stromfresser. Außerdem sehen diese nicht besonders schön aus und machen meist auch noch nervigen Lärm.

    Aber auch die oft verwendeten Kältemittel in den Anlagen sind extrem umweltschädlich. Das CO2, das beim Betrieb von Kältegeräten, Klimaanlagen und Co entsteht heizt ausserdem das Klima weiter an.

    Dabei muß man sich fragen, weshalb man den ganzen Raum kühlen muss, wenn man eigentlich nur den Mensche kühlen will. Deshalb gibt es E.COOLINE kühlende Bekleidung, kühlende Decken und weitere klimaneutrale Produkte.

    Laut einer Analyse von climatepartners spart man damit bis zu 7% CO2 im Vergleich zu Klimaanlagen. Kühlung geht auch umwelt- und klimafreundlich. Im Raum und im Freien sowieso!

Auch interessant

Diese Website nutzt Cookies. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
Datenschutz

Akzeptieren