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31.07.2017

Bundeswehrsoldaten brechen bei Hitze-Marsch zusammen. Ein Soldat stirbt

Nach einem Fußmarsch ist ein Offiziersanwärter der Bundeswehr am 19. Juli bewusstlos zusammengebrochen und Tage später im Krankenhaus gestorben. Dies hat die Bundeswehr mitgeteilt. Am diesem Tag seien bei der praktischen Ausbildung nahe dem Standort im niedersächsischen Munster noch drei weitere Soldaten zusammengebrochen. Die Bundeswehr untersucht nun die Ursachen und Umstände.

Der Soldat sei nach einer "Marschleistung von drei Kilometern unvermutet" zusammengebrochen, hieß es. Die Höchsttemperatur am 19. Juli habe im Raum Munster 27,7 Grad Celsius betragen. Der Inspekteur Heer sowie der Inspekteur des Zentralen Sanitätsdienstes wurden beauftragt, "die Ausbildungsbedingungen sowie die medizinischen Einflussfaktoren zu untersuchen".

Auch wenn die Soldaten nur mit leichter persönlicher Ausrüstung unterwegs waren – hohe Temperaturen belasten grundsätzlich den Körper und können unter Umständen lebensbedrohlich sein. Denn Hitze führt häufig zu schneller Erschöpfung, Konzentrationsverlust und weiteren gesundheitlichen Problemen bis hin zu dauerhaften Gesundheitsschäden oder im schlimmsten Fall zum Tod.

1995 fielen in Chicago 500 Menschen der Sonne zum Opfer, 2003 gab es in Europa 70.000 Todesopfer.

Kühlung zum Anziehen kann helfen, die Hitzebelastung unter Schutzkleidung deutlich zu reduzieren.

 

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/munster-bundeswehrsoldaten-brechen-bei-brutalem-fussmarsch-zusammen-einer-stirbt-301950

Tags: Hitze